Das Wanderbuch kommt nach Hause …

Besser spät als nie: Das Wanderbuch ist seit einiger Zeit wieder zu Hause und hat seinen Platz im Regal auch ohne Probleme wiedergefunden. Da es besonders für die ersten Leser bestimmt total spannend ist, zu erfahren, wie das Buch am Ende aussah, kommt hier mein kleiner Abschlussbericht zu unserer tollen Wander-Notizbuch-Aktion. :-)

Im November 2013 ist das Wanderbuch bei der ersten Leserin angekommen und im Oktober 2014 war es wieder bei mir. Fast ein Jahr lang war es somit unterwegs und wurde in dieser Zeit von 8 Leserinnen nicht nur gelesen, sondern auch beschriftet und dekoriert. <3

An dieser Stelle möchte ich euch dafür danken, dass ihre eure Gedanken und Gefühle mit dem Buch und dadurch auch mit mir geteilt hat. Ich bin so stolz auf diesen Schatz in meinem Bücherregal und möchte ihn nie mehr missen. Nachdem ich selbst bei zwei anderen Wanderbüchern teilgenommen habe, hoffe ich, dass ihr beim Lesen und beim Notizenmachen so großen Spaß hattet wie ich.

Eine weitere Wanderbuch-Aktion werde ich bestimmt noch mal ins Leben rufen, allerdings nicht mit “Wer die Lilie träumt”, auch wenn einige von euch sich das bereits gewünscht haben. ;-)

So, und jetzt möchte ich auch gar nicht mehr viel um den heißen Brei herumreden, sondern euch einfach ein paar Eindrücke von dem Endergebnis zeigen. <3

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Bitte entschuldigt die schlechte Qualität der Bilder und die unorthodoxe Anordnung. ;-) Besser bekomme ich es gerade nicht hin.

Aber ich denke, es reicht aus, um euch einen Eindruck davon zu verschaffen, was für ein einzigartiges Buch ich nun in meinem Regal stehen habe. Daher noch mal ein großes Dankeschön an euch! Obwohl das Buch so lange unterwegs war, sieht es von außen einfach top aus! Und der Inhalt ist sowieso klasse. ;-)

James Frey – Endgame 01. Die Auserwählten

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Erscheinungstermin: Oktober 2014
Verlag: Oetinger
Format: Gebundenes Buch / Ebook / Hörbuch
Seitenzahl: 592
ISBN: 978-3-7891-3522-4
Originaltitel: “Endgame – The Calling”
Originalverlag: HarperCollins Children’s Books
Altersempfehlung des Verlags: Ab 16 Jahren
*

ICH DANKE DEM OETINGER VERLAG FÜR DAS BEREITSTELLEN DES REZENSIONSEXEMPLARES!


Worum geht es?

ENDGAME. Zwölf Meteoriten. Zwölf Spieler. Nur einer kommt durch.

Als zwölf Meteoriten nahezu gleichzeitig an unterschiedlichen Orten der Erde einschlagen, gibt es keinen Zweifel mehr: Die Zeit ist gekommen. ENDGAME hat begonnen! Jeder der Meteoriten überbringt eine Nachricht, die die zwölf Auserwählten entschlüsseln müssen und die sie schließlich an einem geheimnisvollen Ort zusammenführt. Dort stehen sie ihren Gegnern zum ersten Mal gegenüber. Ein Wettkampf auf Leben und Tod beginnt und eine rücksichtslose Jagd um den gesamten Globus. Die Spieler müssen zu allem bereit sein. Wird Arroganz Bescheidenheit schlagen? Klugheit Stärke übertreffen? Wird Gnadenlosigkeit am Ende siegen? Schönheit von Nutzen sein? Muss man ein guter Mensch sein, um zu überleben? ENDGAME wird es zeigen. Aber nur wer die Hinweise richtig deutet und die drei Schlüssel findet, geht als Gewinner hervor. Und nur seine Linie wird überleben, wenn die gesamte Menschheit vernichtet wird.

Quelle: Verlagsseite

Über den Autor

James Frey wurde 1969 in Cleveland, Ohio, geboren und ist einer der erfolgreichsten US-Autoren der Gegenwart. 2010 gründete er die Media- und Produktionsfirma Full Fathom Five, die das Konzept rund um ENDGAME entwickelt hat und mit Partnern weltweit umsetzt. Seine Bücher wurden in 42 Sprachen übersetzt und erscheinen in 118 Ländern.

Quelle: Verlagsseite

Meine Bewertung

“Endgame 01. Die Auserwählten” ist viel mehr als “nur” ein Buch, denn gleichzeitig ist es auch ein großes Rätsel. Und auf den, der in der Lage ist, die kryptischen Symbole und die geheimen Botschaften im Text zu entschlüsseln, wartet ein gigantischer Gewinn. Ich habe das Buch als “normale” Leserin gelesen, da ich weiß, dass ich für die vielen Andeutungen und Rätsel, die sich im Buch verstecken, nicht clever genug bin. Mir ging es nicht darum, Stunden mit dem Entschlüsseln von Hinweisen zu verbringen, ich habe das Buch rein zur Unterhaltung gelesen.

Und unterhalten wurde ich sehr gut von James Frey. Ich kenne den Autor bereits durch sein Buch “Strahlend schöner Morgen”, das mich total begeistert hat. Und auch sein neuestes Werk habe ich sehr gern gelesen. Rückblickend liegt wohl weniger die Handlung im Vorderung als vielmehr die Darstellung und Entwicklung der Figuren. Das hatte ich so nicht erwartet. Klar, es ist nicht so, als würde in dem Buch gar nichts passieren. Auf knapp 600 Seiten hätte ich mich da wohl auch schnell gelangweilt. Aber James Frey lässt sich sehr viel Zeit damit, seine Hauptfiguren –  12 Stück sind es an der Zahl, manche mehr, manche weniger wichtig für das Gesamtbild des Buches – einzuführen und vorzustellen. Das hat mir richtig gut gefallen, denn jede der Hauptfiguren bekommt dadurch schnell ein Gesicht und eine Geschichte, anhand dessen sie sich unterscheiden lassen. Auch ist die Entwicklung der zwischenmenschlichen Beziehungen der Charaktere sehr interessant zu beobachten. Unterschiedliche Strategien werden verfolgt, es gibt die Einzelgänger, aber auch die Verbündeten. Fragt sich nur, welche Strategie am Ende zum Erfolg führt.

Während der Leser die Wahl hat, ob er die versteckten Hinweise entziffern und die Rätsel lösen möchte, bleibt den 12 Spielern von “Endgame” keine Wahl. Seit Tausenden von Jahren wird das Geschlecht, dem sie angehören, auf das Spiel vorbereitet und nun ist die Zeit heran und die Wahl ausgerechnet auf sie gefallen, “Endgame” zu spielen. Nur einer von ihnen kann gewinnen und somit sein Geschlecht retten. Die Idee hinter dem Buch finde ich super und sie ist auch schlüssig umgesetzt. Teilweise hätte ich mir durchaus noch mehr Hintergrundinformationen gewünscht, aber zumindest andeutungsweise äußert sich der Autor doch zu den grundlegensten Dingen, sodass keine drängenden Fragen für mich offen geblieben sind.

Aufgrund der Vielzahl an Figuren umfasst “Endgame 01. Die Auserwählten” mehrere Handlungsstränge, die teilweise parallel zueinander verlaufen, sich teilweise aber auch verbinden und wieder trennen. Jeder Spieler möchte “Endgame” für sich entscheiden. Und so beginnt eine Schnitzeljagd rund um den Globus. Ich hatte schnell meine Lieblingsfiguren gefunden und auch diejenigen unter den Spielern ausgemacht, die ich gar nicht leiden konnte. Insgesamt fand ich es aber schon echt krass, wie trainiert die Charaktere, auch die weiblichen, sind. Sie wurden ja zu wahren Kampfmaschinen entwickelt und teilweise war mir das etwas zu viel. Auch wurde nicht immer nachvollziehbar erklärt, wie die Charaktere auf die Lösungen der Rätsel gekommen sind. Manchmal waren das reine Eingebungen, wo ich mir doch mehr Informationen gewünscht hätte, um die Gedangengänge logisch nachzuvollziehen.

Am Ende des Buches ist der erste von drei Schlüsseln, mit denen sich das “Endgame” gewinnen lässt, gefunden. Logisches Kombinationsvermögen und die passende Taktik haben den Spieler an das erste Ziel gebracht. Wer den Schlüssel gefunden hat und welcher Weg den Finder zum Schlüssel führte – das lest ihr am besten selbst. ;-) Auf die Fortsetzung bin ich schon sehr gespannt. Ich hoffe, dass der Ideenreichtum des Autors nicht nachlässt.

Nicht zu Unrecht wird “Endgame 01. Die Auserwählten” erst für Leser ab 16 Jahren empfohlen. Teilweise ist es recht kaltblütig, kaltschnäuzig und brutal. James Frey hält sich zwar nicht lange mit diesen Szenen auf, es fließt aber doch das ein oder andere Mal Blut und letztlich ist “Endgame” ein Spiel um Leben und Tod.

Mein Fazit

“Endgame” hat begonnen. Und mich hat es sofort gepackt.

Jonathan Stroud – Lockwood & Co 02. Der wispernde Schädel

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Erscheinungsdatum: 27. Oktober 2014
Verlag: cbj Verlag
Format: Gebundenes Buch / Ebook / Hörbuch
Seitenzahl: 512
ISBN: 978-3-570-15710-7
Altersempfehlung des Verlags: Ab 12 Jahren
Originaltitel: “Lockwood & Co – The Whispering Skull”
Originalverlag: Doubleday
Übersetzer: Katharina Orgaß und Gerald Jung

ICH DANKE DEM CBJ VERLAG FÜR DAS BEREITSTELLEN DES REZENSIONSEXEMPLARES!


Worum geht es?

Dank des spektakulären Erfolgs im Fall der seufzenden Wendeltreppe ist Lockwood & Co. nun eine der angesagtesten Geisteragenturen Londons. Doch inzwischen wird die Metropole bereits von einer Reihe neuer grausiger Ereignisse erschüttert: In einer beispiellosen Diebstahlserie werden mächtige magische Artefakte entwendet und deren Hüter grausam ermordet. Als dann auch noch auf einem Friedhof ein schauerlich eiserner Sarg geborgen wird, dessen Inhalt unter mysteriösen Umständen verschwindet, steht fest: Ein klarer Fall für Lockwood & Co.! Nur wenn das Team um Anthony Lockwood, Lucy und George ihre ganze Genialität im Umgang mit übernatürlichen Ereignissen in die Wagschale wirft, kann es ihnen gelingen, die Verschwörung, die hinter all dem steckt, aufzudecken.

Quelle: Verlagsseite

Über den Autor

Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle und Arthur in der Nähe von London.

Berühmt wurde er durch seine weltweite Bestseller-Tetralogie um den scharfzüngigen Dschinn Bartimäus, dessen Abenteuer in »Das Amulett von Samarkand«, »Das Auge des Golem«, »Die Pforte des Magiers« und »Der Ring des Salomo« erzählt werden.

Quelle: Verlagsseite

Meine Bewertung

Mit seiner Reihe um die jungen Geisterjäger Lucy, Lockwood und George hat Jonathan Stroud eine Geschichte kreiert, die es schafft, junge und erwachsene Leser gleichermaßen in ihren Bann zu ziehen. Was mir besonders gut gefällt, ist die besondere Mischung aus spannender Handlung, liebenswerten Charakteren und tollem Humor. Auch in diesem zweiten Band gelingt es dem Autor, mich gefangen zu nehmen, mich in ein London zu entführen, in dem unheimliche Gestalten ihr Unwesen treiben, um mir jedes Mal einen Schauer über die Haut zu jagen, wenn es besonders spukhaft wird.

Wobei ich sagen muss, dass mich der Fall, den die jungen Agenten in diesem zweiten Band zu lösen hatten, nicht durchweg fesseln konnte. Sicherlich ist die Handlung kogisch durchdacht und gut konstruiert, aber zwischendurch kamen für mich doch einige Längen auf, wenn Lockwood & Co. auf einem Friedhof ihr Nachtlager aufschlagen und der Spuk nur von kurzer Dauer ist. Es gab unheimliche Szenen, aber diese waren doch weitaus seltener und kürzer gestreut als noch in Band 1.

Gut hat mir dagegen gefallen, dass in diesem Buch die Konkurrenz unter den verschiedenen Agenturen deutlich zum Tragen kommt und dem Verhältnis der jungen Geisterjäger Lucy, George und Lockwood untereinander wieder eine große Rolle zuteil wird. Dadurch lernt man die Hauptfiguren noch besser kennen und gerade am Ende, wenn man denkt, endlich hinter die Fassade von Lockwood zu schauen, bricht das Buch ab. Was für ein fieser Cliffhanger. Hoffentlich lässt uns der Verlag nicht zu lange auf den dritten Teil der Reihe warten.

Der Schreibstil von Jonathan Stroud ist gewohnt kurzweilig und herrlich humorvoll. Ich mag es, wie er mich in fantastische Welten entführt und mich die Realität vergessen lässt. Dazu schafft es der Autor, die für die gesamte Reihe wichtige Handlung aus Band 1 aufleben zu lassen und in die Fortsetzung einzubinden, sodass man gut den Anschluss wiederfindet, ohne den Auftakt der Reihe noch einmal lesen zu müssen.

Mein Fazit

Der in dieser Fortsetzung von Lockwood & Co. zu lösende Fall konnte mich nicht ganz überzeugen, dafür habe ich den Humor und die liebenswerten Hauptfiguren umso mehr genossen.

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